Weg um Baggersee Wacholderrain scheitert an Brutgebiet

Nordumfahrung keine Dauerlösung | Förderbandstraße ersetzt Stromoberleitung

NEURIED-ALTENHEIM. Die geplante südliche Umfahrung des Baggersees Wacholderrain wird nicht genehmigt, weil sie durch ein Brutgebiet führen würde. Darüber informierte Markus Schwendemann, Werksleiter der Firma Uhl, am Mittwoch vor dem Ortschaftsrat.

Uhl wird am Wacholderrain und am Haasesee Kies abbauen. Weil dafür ein Teil der Kieswerkstraße wegfällt, wird nach einer alternativen Strecke um den See gesucht. Wegen der Nutzung durch schwere Landmaschinen sollte die Straße asphaltiert sein. Uhl muss sie finanzieren.

Wie Schwendemann weiter ausführte, ist alternativ eine Umfahrung im Norden möglich. Uhl behält sich aber vor, den Abbau auf lange Sicht in diese Richtung auszudehnen, sodass in 25 Jahren möglicherweise wieder eine neue Lösung her muss. Deshalb favorisiert die Firma im Einvernehmen mit der Gemeinde eine dritte Variante. 

Diese führt in einiger Entfernung südlich am See vorbei und soll an die dammparallele Straße angebunden werden. Sie werde derzeit naturschutzrechtlich geprüft. Das Ergebnis liege circa in sechs Monaten vor, so Schwendemann.

Der Kies soll auf einer Förderbandstraße zur Grube Altenheim 2 an der Rheinbrücke transportiert werden. Die Trasse verläuft größtenteils entlang der Kieswerkstraße. Die dort laufende Stromoberleitung soll in die Bandstraße integriert werden. 

Die Baumaßnahmen betreffen landwirtschaftliche Pachtflächen. Die Pächter sollen auf einer Veranstaltung im Herbst informiert werden.


DK | 30.7.2020

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