Was tut sich beim Breitbandausbau in den Riedgemeinden?

Neuried und Schwanau hinken Meißenheim hinterher | In Kappel-Grafenhausen wird ein neues Gewerbegebiet angeschlossen

NEURIED. Die Breitband Ortenau GmbH & Co. KG (BOKG) steuert den Ausbau des Glasfasernetzes in der Ortenau. Josef Glöckl-Frohnholzer informierte am 2.11. über den Stand in Meißenheim (LJ berichtete). Doch wie sieht es in den anderen Riedgemeinden aus? Darüber sprachen wir mit dem Geschäftsführer der BOKG.

LJ: Herr Glöckl-Frohnholzer, Sie bezeichneten am Montag Meißenheim als sehr gut erschlossen. Wie ist die Situation in Neuried, Schwanau und Kappel-Grafenhausen?

Josef Glöckl-Frohnholzer (JGF): In Neuried und Schwanau gab es noch keine Gespräche mit Gemeindevertretern. In Kappel-Grafenhausen schon. Hier sind wir dabei, ein neues Gewerbegebiet (Kleinoberfeld III, die Red.) anzuschließen.

LJ: Wann werden Sie mit Neuried und Schwanau sprechen?

JGF: Die am Montag erwähnte Breitbanderhebung läuft in der ganzen Ortenau (sie ist die Basis für die Kartierung der Übertragungsgeschwindigkeiten, die Red.). Die Ergebnisse erwarten wir Ende November. Dann gehen wir auf die Gemeinden zu. Anfang Dezember wissen wir voraussichtlich, wann die Termine sind.

LJ: Wie geht es dann weiter?

JGF: Die Gemeinden können mit den Daten erste Schwerpunkte ermitteln. Priorität haben die weißen Flecken unter 30 Mbit/Sekunde. Die Gemeinden müssen dann ihren 10prozentigen Anteil an der Finanzierung beschließen. Danach können wir die Förderung beantragen. Deren Bewilligung ist Voraussetzung für alle weiteren Schritte.

LJ: Danke für das Gespräch, Herr Glöckl-Frohnholzer.

Der Autor wohnt in Neuried-Ichenheim. In seiner Straße liegen im Mittel 3 bis 5 Mbit/s im Download und weniger als 1 Mbit/s im Upload an. Netzbetreiber Deutsche Telekom hat ihm gegenüber verschiedentlich erklärt, auf absehbare Zeit daran nichts ändern zu wollen.

 

DK | 6.11.2020

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