Was gehört Neuried? Teil 2

98 Millionen Vermögen | 5,7 Millionen Kies | Eigenbetriebe haben 19 Millionen Schulden

Die Sporthallen, hier die Riedsporthalle, sind ein bedeutender Posten in Neurieds Bilanz

22,1 Mio Einnahmen standen 2018 19,3 Mio Aufwendungen gegenüber

Die wichtigsten Einnahmen in 2018

Steuereinnahmen (gesamt 8,8 Mio)

-Gewerbesteuer 2 Mio. Das sei für die Größe der Gemeinde zu wenig, sagte Delfosse. Gegenüber 2017 gingen die Einnahmen um elf Prozent zurück.

-Anteil an der Einkommensteuer 5 Mio. Dieser richtet sich nach der Einkommensteuerlast der Neurieder Bürger. 15 Prozent der Einnahmen des Landes werden so an die Gemeinden verteilt. 2018 waren das 6,5 Milliarden Euro.

-Anteil an der Umsatzsteuer 267.000. Rund 2 Prozent der bundesweiten Umsatzsteuereinahmen bekommen die Kommunen. 2018 floss rund eine Milliarde Euro nach Baden-Württemberg.

-Grundsteuer 964.000

-Vergnügungssteuer 106.000 Euro

-Hundesteuer 44.000 Euro

Kiespacht 461.000, das sind 27 Prozent weniger als 2017. Firma Blatt habe weniger gefördert, berichtete Delfosse.

3 Mio brachte der Verkauf eines großen Grundstückes im Gewerbepark Basic an die Firma Graf. Davon gab Neuried 1,4 Mio an den Zweckverband Basic weiter.

Einzelne Ausgabenposten in 2018

-Personalaufwand 3 Mio

-Sach- und Dienstleistungen 2,7 Mio

-Für die beiden Grundschulen und die Realschule wendete die Gemeinde 970.000 auf. Dagegen standen 609.000 Zuweisungen vom Land.

Finanztechnisch keine Ausgabe, aber ein finanzielles Risiko stellen die insgesamt 387.000 Euro an Bürgschaften dar, die Neuried einzelnen Sportvereinen gewährt. Die höchste mit 179.000 ist für den Reitverein Ichenheim.

Das Gemeindegebiet umfasst 5785 Hektar. Stetig nimmt die Bevölkerung zu. 9.700 Menschen wohnen in Neuried (1974: 7150). Das sind 168 pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: In Offenburg sind es 761.

Das wirtschaftliche Ergebnis

Die Gemeinde Neuried machte in 2018 ein Plus von 2,8 Mio Euro (2017: 1,9 Mio). Dazu trug ganz wesentlich der Gundstücksverkauf an die Firma Graf bei (netto 1,6 Mio). Zum Jahresende verfügte die Kommune über 7,8 Mio Euro an liquiden Mitteln.

Kämmerer Andreas Delfosse sagte, er erwarte für 2019 ein ähnliches Ergebnis. Dagegen würden 2020 und 2021 voraussichtlich negativ ausfallen. Dennoch sei er zuversichtlich, dass die Gemeinde auch in den kommenden Jahren auf Fremdfinanzierung verzichten könne. Seit 2013 sei ein Polster an liquiden Mitteln und Ausleihungen an die Eigenbetriebe aufgebaut worden. Das werde 2019 voraussichtlich ebenfalls möglich sein. Der Gemeindehaushalt ist schuldenfrei, jedoch bestanden 2018 in den Eigenbetrieben knapp 19 Mio Euro langfristige Verbindlichkeiten.

 

DK | 18.9.2020

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