Teufel, Glas und Krone

Rezepte aus dem Ried | Flammkuchen vom Gasthaus Krone in Neuried

Das Wochenende ist für Viele die Zeit, essen zu gehen oder daheim zu kochen. Jeden Samstag servieren wir ein Rezept aus dem Ried, garniert mit Infos zur Lokalität. Heute: Gasthaus Krone in Neuried

NEURIED. Großer Innenhof, sommerlicher Wirtshaustrubel, Flammkuchen vom Brett – das ist die “Krone” an der Kehler Straße in Neuried. Doch derzeit ist die für ihre Spezialität weithin geschätzte Wirtschaft geschlossen. Die Umsetzung der Corona-Regeln sei zu aufwendig, sagt Johannes Teufel. Der 37-jährige gehört der dritten Generation der Wirtsfamilie Teufel an.

Nach der Pandemie soll es im vorherigen Rhythmus weitergehen, mittwochs und freitags ab 18 Uhr. “Von Mai bis Mitte September,” ergänzt Vater Heinz Teufel (67), “draußen im Hof oder bei schlechtem Wetter in der Gaststube.” In den wärmeren Monaten im Herbst und Vorfrühling, wie es früher der Fall war, soll die Stube nicht mehr geöffnet sein.

Herzstück der Wirtschaft ist der Steinofen. Mit einer Beuge Holz wird vier Stunden lang angeheizt, dann wird die Glut beiseite geschoben. Jetzt kann bis zu fünf Stunden gebacken werden. “Flammenkuchen vom Stein schmecken einfach besser als aus dem E-Ofen,” erklärt Johannes Teufel. Das liege zum einen am Holzaroma. Auch könne dem Teig mehr Zeit gegeben werden. “Ein Flammenkuchen muss langsam backen, dann ist er gut.”

Glasdekore sind gefragt

Die Krone ist für die Familie Teufel Nebenerwerb. Ihr eigentliches Geschäft ist eine Vielfalt veredelter Glasprodukte unter dem Sammelbegriff Glasdekore. Allen gemein ist, dass sie in Haus oder Garten ihren Platz finden. “Die Leute stecken momentan mehr Geld in ihr Zuhause. Nachdem es in den ersten zwei Corona-Wochen wie abgeschnitten war, läuft das Geschäft gut,” sagt Johannes Teufel. Er und Cousine Isabelle Teufel, beide Glasgestalter mit Meisterbrief, sowie die Gründer Heinz und Rudi sind das Team.

Der Markt für Glasdekore ist klein, die Kunden weit entfernt. Da ist das Internet unverzichtbar für die Kundenansprache. “Wichtig für uns ist, dass wir bei bestimmten Suchbegriffen sofort gefunden werden.” Darauf hat der junge Familienvater den Web-Auftritt der Firma getrimmt. Auch ein Instagram-Account hat er aufgebaut, das laufend bespielt werden muss. Die Kundenaufträge in der Werkstatt müssen trotzdem fertig werden, erst dann ist Feierabend. Das ist derzeit auch mittwochs und freitags der Fall. Zeit für die Familie.

 

DK | 10.10.2020

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