Stühlerücken im Vorstand der Sportfreunde Ichenheim

Spielgemeinschaft mit FV Altenheim bei den Herren | Mitgliederzahlen leicht unter Vorjahren

Von links: Friedhelm Roth, Volker Hülse, Rolf Jäger

NEURIED. Rolf Jäger macht in anderer Funktion weiter, Volker Hülse hört nächstes Jahr auf. Mit Daniel Lang (27) zieht ein Junger in den Vorstand ein. Das sind die wichtigsten Fakten der Mitgliederversammlung des Sportfreunde Ichenheim e.V. letzten Mittwoch.

Ursprünglich war die Veranstaltung auf den 4. Juni angesetzt, musste jedoch aufgrund der Corona-Auflagen des Landes verschoben werden. Volker Hülse, Vorstand PR & Organisation, leitete die Versammlung wohl zum vorletzten Mal. Im nächsten Jahr endet seine Amtszeit. Für eine weitere werde er nicht zur Verfügung stehen, erklärte Hülse (60).

Rolf Jäger (63), seit über neun Jahren Finanzvorstand, gab sein Amt auf eigenen Wunsch ab, übernahm jedoch die Verantwortung für Plätze und Gebäude. Neuer Vorstand Finanzen ist Eric Hertling. Hertlings bisherige Aufgabe als Kassenwart übernimmt Daniel Lang.

Letztmalig erstattete Rolf Jäger Bericht über die Vereinsfinanzen. Die Finanzlage sei stabil, so Jäger, allerdings werde die notwendige (und noch nicht beschlossene) Hauptplatzsanierung erhebliche Kosten verursachen. Größenordnungen um 300.000 Euro stehen im Raum.

Über die neue Spielgemeinschaft mit dem FV Altenheim bei den  Herren (formal: Senioren) informierte Sportvorstand Friedhelm Roth (49). Durch den Abbruch der Saison 19/20 und die betreffenden Regelungen des Verbands habe die Erste Herrenmannschaft in der Bezirksliga bleiben können. Mit der derzeitigen Spielerdecke sei es schwierig gewesen, zwei Herrenmannschaften im Spielbetrieb zu halten. Beim FV Altenheim sei die Situation ähnlich gewesen. So seien die Vereine übereingekommen, für die Saison 20/21 eine Spielgemeinschaft einzugehen. Dabei sei es mehr um den Fortbestand des Neurieder Vereinsfußballs gegangen, als um den sportlichen Erfolg.

Die Spielgemeinschaft könnte der Auftakt einer Entwicklung sein, die langfristig zu einer Fusion beider Vereine führt. Verantwortliche beider Seiten sehen darin die beste Lösung für die Zukunft. Jeder Verein für sich wird es in den kommenden Jahren schwer haben. Eine Fusion wäre kaum denkbar ohne eine gemeinsame Sportstätte. Wo soll die entstehen? An einem der bisherigen oder einem neuen Standort? Solange diese Fragen nicht geklärt sind, wird die Platzsanierung wohl ruhen.

Der Verein zählt derzeit 354 Mitglieder, davon 210 Aktive sowie 154 Mitglieder, die nicht mehr Fußball spielen. Viele von ihnen engagieren sich in anderer Form für den Verein.

 

DK | 22.9.2020

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