Schmutziges Wasser, sauberes Geld

Neurieds Abwasserbetrieb 2018 im Plus | 380.000 Kubik Abwasser beseitigt

Neuried teilt das Klärwerk am Viehweiderweg mit Schutterwald

NEURIED. Die Gemeinde Neuried bündelt ihre Aufgaben rund ums Abwasser in einem eigenen Betrieb. Dessen Bilanz 2018 steht mit dem Ratsbeschluss seit Mitte Juli fest. Der Abschlussbericht offenbart Ökonomie und Struktur einer so unliebsamen wie unumgänglichen Angelegenheit.  

Zu den Anlagen der Abwasserbeseitigung zählen Kläranlage, Hebewerke, Grundstücksanschlüsse ebenso wie die Kanalisation. Neuried und Schutterwald nutzen sie gemeinschaftlich im Abwasserverband Neuried-Schutterwald. Die Abwässer von Schutterzell übernimmt der Abwasserverband Friesenheim. Der Neurieder Teil wird mit 9,5 Millionen (Mio) Euro in der Bilanz des Eigenbetriebes ausgewiesen.

Die wichtigsten Einnahmen

-Schmutzwasser 1,1 Mio (+ 4 % gegenüber 2017)

-Niederschlagswasser 299.000 (unverändert)

-Straßenentwässerung 182.000 (+ 12 %)

Dafür wurden insgesamt 380.000 Kubikmeter Abwasser geklärt (+ 3,5 %).

Außerplanmäßig kam eine Erstattung vom Abwasserverband über 113.000 Euro für Sanierungsarbeiten am Kanalnetz hinzu. Zusammen mit kleineren Posten ergaben sich Gesamterlöse von rund 1,8 Mio Euro.

Die aktuellen Gebühren

-Schmutzwasser kostet 2,70 Euro je Kubikmeter Frischwasserbezug.

-Niederschlagswasser, das in die Kanalisation läuft, wird mit 30 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche berechnet.

Beide Gebühren sind umsatzsteuerfrei.

Die wichtigsten Ausgaben

– Abschreibungen für Alterung und Abnutzung 512.000

-Betriebskostenumlage an die Zweckverbände 500.000

-Sach- und Dienstleistungen 219.000, darin 145.000 Wartungskosten für das alternde Kanalnetz.

-Zinsen für Kredite 260.000. Die Schulden betrugen nach Tilgung von 461.000 Euro 8,9 Mio am Jahresende. Damit ist der Abwasserbetrieb mit Abstand größter Schuldner unter den Eigenbetrieben.

Insgesamt kamen Aufwendungen von fast 1,7 Mio Euro zusammen, sodass 2018 unterm Strich ein Gewinn von 126.000 Euro stand.

Von 3,2 Mio Euro Planinvestitionen konnten nur 0,5 Mio realisiert werden. Größter Posten war mit 257.000 die  Erschließung des Baugebietes Oberfeld.

 

DK | 17.9.2020

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