Planung für Bürgerhaus Schutterzell wird konkret

Landesförderung setzt Kostenberechnung voraus | Eltern zahlen rückwirkend 1,30 pro Stunde für Notbetreuung | Wollenbär und Heuken führen Amtsgeschäfte bis Ende Sommerpause

NEURIED. Seit zwanzig Jahren wartet Schutterzell auf das Bürgerhaus, nun gehen die Planungen ins Detail. Das beschloss der Gemeinderat von Neuried am Mittwoch. Die Kosten sollen sich auf rund 90.000 Euro belaufen.

Davon wurden bereits rund 23.000 Euro für einen Vorentwurf ausgegeben, den der beauftragte Architekt Günter Erny aus Rust vorstellte. Erny schätzt die Gesamtkosten grob auf 2,5 Millionen Euro. Für einen Antrag auf Landesförderung muss die Gemeinde jedoch eine detaillierte Kalkulation vorlegen. Diese schließt die Planung einzelner Gewerke durch Fachingenieure ein.

Ein Startschuss für den Bau ist das noch nicht. Der kann erst erfolgen, wenn die Finanzierung steht. Kurzfristig bestünden, so die Verwaltung, keine Aussichten auf Fördermittel. Allerdings müsse mit dem Regierungspräsidium darüber intensiv diskutiert werden, sobald die konkreten Kosten vorlägen, relativierte Klaus Person. Die durch Corona bedingten Steuerausfälle setzen ein Fragezeichen, das den Rat bis zum endgültigen Baustart noch beschäftigen wird.

Das Bürgerhaus ist eigentlich eine Mehrzweckhalle mit angrenzenden Räumlichkeiten für weitere Nutzungen und Gastronomie. Es soll zwischen Vereinsheim und Fußballplatz gebaut werden, dort, wo sich jetzt der Parkplatz befindet. Neue Parkplätze sollen auf der Wiese vor dem Vereinsheim entstehen. Vor dem Bau ist ein Festplatz mit Bühne vorgesehen, Besucher sollen unter Bäumen sitzen können.

Ein halbes Handballfeld soll die Halle fassen. So können die Handballer von klein bis groß darin trainieren. Die Fläche nochmals zu reduzieren, um Kosten zu sparen, davon wollen die Schutterzeller nichts wissen. Für sie sprach Manfred Kurz, Vorstand vom SV Schutterzell. In allen Sportarten sei der Zuspruch größer als die vorhandenen Raumkapazitäten.

Für die Notbetreuung werden nur tatsächlich angefallene Stunden berechnet

Da der normale Kita-Betrieb infolge der Corona-Epidemie geschlossen war, wurden die Beiträge für April bis Juni ausgesetzt. Durchgeführt wurde aber die sogenannte Notbetreuuung von Kindern, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Dafür wurden die üblichen Pauschalen ab Mai eingezogen. Durch diverse Einschränkungen konnten die vollen Betreuuungszeiten nicht immer erfüllt werden. Gleichwohl sollen die Eltern dafür zahlen, jedoch nur in Höhe der faktisch in Anspruch genommenen Zeiten zu 1,30 Euro je Stunde.

Der Gemeinde sind durch den Kita-Lockdown bislang 173.000 Euro Einnahmen entgangen. Dagegen stehen 130.000 Euro Soforthilfen vom Land. Ob diese noch aufgestockt würden, darüber werde mit dem Land noch verhandelt, so Kämmerer Andreas Delfosse. Auf welchem Betrag die Gemeinde letztendlich sitzen bleiben wird, ließ er offen.

Tiefbauarbeiten für 150.000 Euro am Bauhof

Der Bauhof bekommt einen neuen Diesel-Abscheider mit Schlammfang und Übergabeschacht an die Kanalisation. Außerdem wird ein neuer Waschplatz gebaut und die Tankstelle erweitert. Die Tiefbauarbeiten dafür vergab der Rat an die Firma Lässle in Nonnenweier.

Jochen Fischer will Amtsgeschäfte nach Sommerpause wieder übernehmen

Sitzungsleiter Ralf Wollenbär (Freie Wähler) richtete von Bürgermeister Fischer aus, dieser erhole sich derzeit von einer OP. Fischer sei zuversichtlich, nach der Sommerpause wieder voll ins Amt zurückzukehren. Die Geschäfte werden bis dahin von Ralf Wollenbär und Peter Heuken (CDU) geführt.

 

DK | 25.06.2020

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