Kommunen vernetzen Rad, Bus und E-Auto

Mobilitätsnetzwerk noch in den Konzeptphase | Komplexität schwer zu vermitteln

Eine Mobilitätsstation wie am Stegermattbad in Offenburg soll bis 2023 in Neuried stehen

NEURIED. E-Bikes, E-Autos und Ladestationen an einem Platz und gegenüber der Busstopp. Das Ganze öffentlich, kostenpflichtig und mit einer App vernetzt. So sehen Mobilitätsstationen aus, wie sie einige Ortenau-Kommunen ab 2023 realisieren wollen. Sie haben sich zum Mobilitätsnetzwerk Ortenau zusammengeschlossen.

Dem Netzwerk sind bislang zehn Gemeinden beigetreten, darunter Neuried, Kehl und Schutterwald. Neuried als eine von drei geschäftsführenden Kommunen ist für die Planung der Mobilitätsstationen zuständig.

Das Netzwerk ist, gesteuert von der Endura Kommunal GmbH in Freiburg, seit Januar 2019 am Start. In der letzten Gemeinderatssitzung berichtete Tanja Schilli vom Hauptamt über den Projektstand. Über die Konzeptphase sind die Beteiligten noch nicht hinaus. Momentan werden Fragen geklärt wie die künftige Rechtsform (wichtig für die Ausschreibung der Baumaßnahmen), mögliche Fördermittel (bis zu 60 Prozent vom Bund) und Bedarfsgrößen an potentiellen Standorten.

Das Projekt ist komplex – 10 Kommunen, drei Verkehrsmittel, eine App – und daher schwer zu kommunizieren. Ralf Wollenbär sagte, er sei zu Anfang skeptisch gewesen, mittlerweile aber mehr überzeugt. Alle beteiligten Kommunen wollen in diesen Wochen mit dem Thema verstärkt an die Öffentlichkeit gehen.

Die Kosten sollen laut Verwaltung noch dieses Jahr beziffert und zur Aufnahme in den nächsten Haushalt vorgeschlagen werden. Ob bis dahin auch eine Schätzung der Einnahmen vorliegt, bleibt abzuwarten. Vorgesehen ist, den Betrieb an externe Firmen zu vergeben.

 

DK | 21.9.2020

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