Keine Eh-da-Flächen in Schutterzell?

Schutterzell beschließt Projektliste für Haushalt 2021

Für das Neubaugebiet Krummatt soll eine Abbiegespur mit Überquerungshilfe gebaut werden. | Eines der beiden Holztore der Feuerwehr Schutterzell | Wildkräuter blühen am Straßenrand | Privatgärtner brauchen für eine Blumenwiese keinen Ratsbeschluss

NEURIED. Die Projekte für den Gemeindehaushalt 2021 standen am Schluss der Tagesordnung. Zuvor behandelte der Ortschaftsrat Schutterzell am Mittwoch das Thema gemeindlicher Insektenschutz.

Die von Ortsvorsteher Thomas Eble vorgelegte Wunschliste für den Haushalt 21 wurde ohne Debatte einstimmig beschlossen. Manche Punkte sind alte Bekannte wie das Bürgerhaus am Sportplatz, das die Schutterzeller seit 20 Jahren fordern. Über die Jahre hat sich das auf 2,5 Millionen Euro geschätzte Projekt in der Gesamtliste Neurieds ganz nach oben gearbeitet. Der Gemeinderat gab im Juni 90.000 Euro für eine detaillierte Planung frei, damit Fördermittel beantragt werden können (LJ berichtete). Nach deren Höhe richten sich die Mittel, die die Gemeinde aufbringen muss.

Was steht außer dem Bürgerhaus noch auf der Liste?

  • Austausch des Regenwasserkanals in der Sportplatzstraße
  • Linksabbiegespur mit Überquerungshilfe für das Neubaugebiet Krummatt
  • Zwei Sektionaltore für die Feuerwehr Schutterzell
  • Das Grundstück Schäfer in der Marödelstraße soll überplant werden. Die Gemeinde hat es gekauft.
  • Drei Straßenlampen im Baugebiet “Elter” Richtung See
  • Eine neue Industriespülmaschine für den Mehrzweckraum. Die vorhandene ist zu langsam.
  • Zuschuss für die Jugendbetreuung. Im Wesentlichen die Aufwandsentschädigung für die BetreuerInnen des Spieletreffs.

Zu Beginn der Sitzung referierte Henning Eichner (Umwelt und Leben) über das Thema “Eh-da-Flächen”, das derzeit gemeindeweit in den Gremien diskutiert wird (LJ berichtete zu Dundenheim). Es handelt sich um gemeindeeigene Grünflächen, die nicht gesondert genutzt werden, wie etwa Feldraine. Hier soll nach den Vorstellungen der Initiatoren nur einmal im Jahr gemäht und das Mähgut abgefahren werden. So wachsen viele verschiedene Blühpflanzen statt der wenigen Arten bisher, und eine Vielfalt von Insekten und Kleinlebenwesen findet Nahrung. Stichwort Biodiversität.

Konkret ging es Eichner darum, entsprechende Flächen in Schutterzell zu benennen. An diesem Punkt wurde Eichner von Ortsvorsteher Eble unterbrochen. Eble sagte, in Schutterzell seien Eh-da-Flächen praktisch nicht vorhanden. Die anderen Räte widersprachen nicht. Eble schlug vor, Eichner könne in der nächsten Sitzung ein Konzept für eine konkrete Fläche vorlegen. Alle Räte stimmten dem Vorschlag zu.

 

DK | 28.9.2020

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