Bei Anruf Betrug

NEURIED. Am Mittwoch gegen 14 Uhr erhielt ein Anwohner im Ortsteil Müllen einen Anruf. Der Anrufer behauptete, der Senior habe 38.500 Euro gewonnen. Er müsse lediglich mehrere Gutscheine im Wert von 100 Euro über das Internet besorgen, damit der Transport des Geldes gesichert sei. Dies solle er durch einen Anruf bestätigen, sodann würde ihm das Geld übergeben werden. Der Senior erkannte die betrügerische Absicht des Anrufers und alarmierte die Polizei. Ein Schaden entstand nicht.

Die Polizei rät aus diesem Anlass:

Wer nicht an einer Lotterie teilgenommen hat, kann auch nichts gewonnen haben.

Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten. Zahlen Sie keine Gebühren. Wählen Sie keine     gebührenpflichtigen Sondernummern (diese beginnen zum Beispiel mit 0900, 0180,  0137).

Machen Sie keine Zusagen am Telefon.

Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter, keine Telefonnummern oder Adressen, keine Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches.

Fragen Sie den Anrufer nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen, um welche Art von Gewinnspiel es sich handelt und was genau Sie gewonnen haben. Notieren sie sich seine Antworten.

Weisen Sie Geldforderungen zurück.

Sichern Sie sich ab, indem Sie einen angeblichen Vertragsabschluss widerrufen und wegen arglistiger Täuschung anfechten. Verbraucherzentralen bieten dazu Musterschreiben in ihren Beratungsstellen oder im Internet an (www.verbraucherzentrale.de).

Kontrollieren Sie mindestens einmal im Monat Ihre Kontoauszüge und Ihre Telefonrechnung.

Lassen Sie unberechtigte Abbuchungen von Ihrer Bank oder     Sparkasse rückgängig machen. Lastschriften können Sie innerhalb einer bestimmten Frist problemlos widersprechen. Wenden Sie sich an Ihren Bankberater.

Teilen Sie Ihrem Telefonanbieter schnellstmöglich mit, welche     Forderung unberechtigt ist. Dieser hat eventuell noch die     Möglichkeit, nur den berechtigten Teil des Rechnungsbetrags     einzuziehen. Wurde der gesamte Betrag bereits abgebucht, sollten Sie bei Ihrem Geldinstitut widersprechen und nur den berechtigten Teil begleichen.

Unberechtigte Lastschriften können den Tatbestand des Betrugs gemäß § 263 Strafgesetzbuch erfüllen. Erstatten Sie im Zweifel Anzeige bei der Polizei.

 

DK | 12.11.2020

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