50 Euro für Entgeltlücke bei Hebammen

Meissenheim gewährt Gutscheine für Rufbereitschaft | Immer weniger freiberufliche Hebammen

MEISSENHEIM. Die Rufbereitschaft freiberuflicher Hebammen in der Vor- und Nachsorge wird von den Krankenkassen nicht bezahlt. Meissenheimer Mütter bekommen jetzt von der Gemeinde einen Zuschuss von 50 Euro für diese Leistung. Das beschloss der Gemeinderat am Montag.

Gefördert wird die permanente Rufbereitschaft vor und nach der Geburt, nicht die Geburtshilfe ansich. Der Zuschuss wird in Form von Gutscheinen gewährt, die bei der Verwaltung beantragt werden müssen. Das Formular gibt es zum Download auf der Homepage der Gemeinde. Die Leistung ist freiwillig, es besteht kein Rechtsanspruch.

Nach erbrachter Betreuung erhalten die Hebammen die Gutscheine und lösen sie bei der Gemeinde ein. Das Programm ist befristet bis Ende 2022. Rechtzeitig vor Ablauf soll die Maßnahme gemeinsam mit den Hebammen bewertet werden, um über eine Fortführung beraten zu können.

Wie umliegende Gemeinden auch, leistet Meißenheim damit einen, wenn auch überschaubaren, Beitrag dafür, dass Gebärende zu Hause betreut werden. Es gibt immer weniger freiberufliche Hebammen, weil ihre Arbeit nicht ausreichend bezahlt wird. Die verbleibenden Kapazitäten reichen oft nicht mehr für die Rufbereitschaft, die überdies von den Kassen nicht übernommen wird.

 

DK | 4.11.2020

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